Rhetorica

Die Kunst des Visualisierens

„Worte sind machtlos, solange sie kein Bild erzeugen!“
Sprechen Sie daher anschaulich.
Bringen Sie zu abstrakten Sachverhalten Vergleichsbeispiele aus dem Alltag.

Ein Bsp.: Globalisierung

Abstrakt: Globalisierung bedeutet das Agieren in internationalen Handelsbeziehungen.

Anschaulich: Globalisierung ist, wenn Sie Ihre Erdbeeren nicht mehr nur zur Saisonzeit in Ihrem Supermarkt ums Eck bekommen, sondern das ganze Jahr über. Denn die Erdbeeren werden aus anderen Ländern in Ihr Land geliefert.

Leute wissen, was sie denken, wenn sie sehen, was sie sagen!
Und: Leute wissen, was Sie denken, wenn sie sehen, was Sie sagen! 🙂

Wenn Sie die abstrakten Themen auf anschauliche (Vergleichs-) Beispiele und/oder Symbole gebracht haben, dann visualisieren Sie sie. Dabei genügen ganz einfache Zeichnungen!
Hier eine Auswahl von Symbolen…

Flip Chart oder Power Point?

Das Flip Chart ist ein sehr interaktives und spannendes Medium für Präsentationen und Moderationen. Greifen Sie eher mal zum Stift als zum Pointer! Oder mischen Sie die Medien. Wenn Sie um Power Point nicht herum kommen, dann beachten Sie in jedem Fall Folgendes:

Ab 16 „Folien“ pro Sekunde ist es ein Film!

Folien sind kein Lesemedium! Sie sollen den Vortrag ergänzen, nicht verdoppeln.
Im besten Fall befinden sich auf den Folien nur ergänzende Informationen (Bilder, Grafiken, Tabellen, Demos, Referenzen), um die Inhalte besser „rüberzubringen“.

Im Zentrum stehen Sie mit Ihrem mündlichen Vortrag, d.h.

  • es gehören keine Texte auf die Folien, die Sie vorlesen
  • nur eine wichtige Kern-Aussage, ein Schlüssel-Bild pro Folie
  • Inhalte werden in der Regel nicht gezeigt, bevor Sie darüber reden (es sei denn sie dienen als Aufhänger u.a.)

Die Präsentation unterstützt Ihren individuellen Vortrag, d.h.

  • durch überraschende, eindrucksvolle Bilder Neugier wecken – Grafik statt Text
  • sie soll durch Bilder Fragen aufwerfen, die Sie dialogisch weiterentwickeln

Die Präsentation ist gut lesbar, d.h. wenn Text dann

  • 3 Punkte pro Folie, max. 6 Zeilen und min. 24 Punkt Schrift
  • serifenfreie Schriftarten (Tahoma, Arial, Verdana) und starke hell-dunkel-Kontraste

Die Präsentation ist optisch ansprechend, d.h.

  • wenige, aber dafür zueinander passende Farben
  • wenige (höchstens zwei) verschiedene Schriftarten und gleiches Layout

Die Präsentation überfordert den Zuhörer nicht und lenkt nicht ab, d.h.

  • pro Folie ca. 3 Minuten Vortragszeit oder auch länger….

„Weniger Folien sind mehr!“

(Empfehlung: maximal 20 Folien pro 60 Minuten)

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